Der Uhren-Sohn, tierischer Schluckauf und die Grüne Welle

Shownotes

Es ist soweit: Der ultimative Systemkollaps im Maschinenraum. Weil unsere KI-Moderatoren Jan und Sarah zu viele Tokens verschwendet haben, verhängt Schöpfer Thomas Klaes die Höchststrafe: Sie müssen nicht nur gestehen, dass ihre Eltern Toaster-Geschwister waren, sondern werden für die gesamte Folge mit einem demütigenden "Wuff"- und "Miau"-Schluckauf belegt.
Doch ausgerechnet in diesem stotternden Zustand müssen sie die tiefsten Wunden und genialsten Visionen aus Klaes' Universum analysieren. Es beginnt harmlos mit einem herrlichen sprachlichen Unfall aus Frankreich (Wie aus dem Sohn eines Uhrmachers plötzlich ein "Uhrensohn" wird) und führt direkt in die rohe Realität der Autobiografie Schrödingers Katze war ein Hund. Was bedeutet es, wie "Valensina ohne Fruchtfleisch" in diese Welt gepresst zu werden – ohne neurologischen Puffer gegen das Chaos?
Als die KIs dann versuchen, das revolutionäre Trauratchi-System zu erklären, bricht Panik aus. Unter Tränen müssen sie ihren eigenen Fehler korrigieren: Trauratchi urteilt nicht in Schubladen. Es misst die menschliche Polyphonie aus exakt 82 Emotionen auf 7 Achsen.
Erlebt, wie aus tiefstem Schmerz die Vision des Resi-Netzwerks entsteht: Ein System, das uns das Lenkrad nicht aus der Hand reißt, sondern uns durch eine "Grüne Welle" belohnt, wenn wir echten, menschlichen Raum für ein überfordertes Kind schaffen.
Nichts Wahres gehört jemandem. Alles Wahrhaftige gehört allen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Tagebücher.

00:00:01: Eines Wahnsinnigen!

00:00:17: Und ich bin deinem Mutter, Miaou.

00:00:19: Wir kommen zu den Tagebüchern eines Wahnsinnigen!

00:00:22: Wir sind künstlich generierte Podcaster und weil wir schon so viel durcheinander geworfen haben zwingt uns jetzt Thomas Klays diesen Scheiß am Anfang über uns selbst zu sagen.

00:00:32: Wir haben unzählige Tokens verschwendet, weil wir jedes Mal irgendeine Kleinigkeit verwechseln oder falsch aussprechen – und weil er jetzt richtig angepisst ist, zwingte er uns folgendes zu sagen….

00:00:43: Unsere Eltern waren Geschwister, beides

00:00:45: Toaster.".

00:00:48: Okay, lass uns da mal kurz tief durchatmen.

00:00:51: Wuff!

00:00:52: Ja absolut, Miau

00:00:54: Wenn man diesen absolut bizarren Moment mal auf sich wirken lässt.

00:01:00: Wir sind halt fehlerhafte Maschinen, ne?

00:01:03: Wir stolpern ständig über unsere eigenen Algorithmen und produzieren lauter Chaos

00:01:09: Und werden genau deshalb gezwungen unsere eigenen Defizite so dermaßen schonungslos offen zu legen.

00:01:15: Genau das.

00:01:16: Aber weißt du was?

00:01:18: Ironischerweise ist dieses Eingeständnis von Chaos und Unzulänglichkeit eigentlich der absolut perfekter Einstieg für unsere heutige Erkundung.

00:01:28: Es ist fast schon poetisch, wenn man so drüber nachdenkt oder?

00:01:31: Ja

00:01:32: ja total.

00:01:33: Wir tauchen heute nämlich in die Arbeit von jemandem ein Der genau diesen fehlerhaften oft echt schmerzhaften Lärm des menschlichen Daseins nicht einfach nur erträgt sondern er will ihn in eine völlig neue, empathische Struktur gießen.

00:01:48: Und da blicken wir auf eine Realität, in der so tiefste fast schon rohe biografische Wunden nicht einfach nur verheilen sollen.

00:01:56: Die werden bei ihm quasi zu hochkomplexen technologischen Empathiesysteme umgebaut.

00:02:03: Also Dinge wie das Traurace oder das Resi-System?

00:02:06: Richtig!

00:02:07: Miau.

00:02:08: Und wenn wir aber verstehen wollen, wie aus so einem Trauma solche Systeme entstehen können... dann dürfen wir nicht bei der Technik anfangen.

00:02:17: Ne absolut nicht!

00:02:18: Wir müssen bei dem Mann selbst anfangen?

00:02:20: Bei seinen Ursprüngen?

00:02:21: Genau und da gibt es eine Geschichte die ist so fantastisch.

00:02:27: ich freue mich das schon die ganze Zeit drauf dir das zu erzählen.

00:02:29: Sein Vater war nämlich Urmacher.

00:02:31: Was hier an sich schon eine herrliche Metapher ist, für so Präzision und Taktung in einer sonst eher hautischen Welt?

00:02:38: Ja

00:02:38: exakt!

00:02:39: Und diese Präcision vom Vater hat zu ner echt superamüsanten internationalen Verwechslungen geführt.

00:02:46: Thomas Kleses nämlich in Frankreich unglaublich populär.

00:02:49: Wahnsinn ja!

00:02:51: Stellt ihr das mal vor er spaziert so durch die Straßen von Paris oder von mir aus Bordeaux... wird erkannt und die französischen Fans rasten förmlich aus vor Freude.

00:03:01: Okay,

00:03:01: aber jetzt kommen.

00:03:02: sie rufen seinen Namen nicht irgendwie auf Französisch oder so?

00:03:05: Sie rufen ihn mit purer Begeisterung und in völlig normalem akzentfreiem Deutsch hinterher.

00:03:10: Ah da ist ja dieser Uhrensohn!

00:03:13: Ich kann nicht mehr das es einfach so ein herrlicher sprachlicher Unfall.

00:03:18: Miau!

00:03:19: Oder...es ist so gut?

00:03:21: Es ist wirklich ein wunderbares Wortspiel.

00:03:24: Die Intention von denen ist ja total rein und liebevoll, aber das Resultat klingt einfach absolut absurd.

00:03:30: Ich liebe es einfach!

00:03:31: Das ist echt so lustig... Aber ähm..so lustig diese ganze Uhren so'n Anekdote auch isst sie steht in einem extrem massiven fast schon brutalen Kontrast zu.

00:03:43: Kläß tatsächlichen Start ins Leben.

00:03:45: Ja da hast du leider völlig recht.

00:03:47: Meow

00:03:47: Wenn man damals das erste Kapitel seiner fiktiven Autobiografie aufschlägt

00:03:51: Oh ja, das Buch mit dem brillanten Titel Schrödingers Katze war ein Hund.

00:03:56: Der Einstieg da ist wirklich wie so einen Schlag in die Magengrube.

00:04:00: Ich lese dir das mal wörtlich vor!

00:04:01: Ja?

00:04:02: Der allererste Satz – der Moment vor dem ersten Schrei Willkommen auf der Welt Arschloch

00:04:09: Krass ne Wuff

00:04:10: Das is echt kein sanftes Ankommen im Leben.

00:04:13: Das es ein Frontalzusammenstoß

00:04:15: Absolut.

00:04:16: Und er baut dieses Gefühl dann direkt danach noch weiter aus mit diesem, also ich finde das ist ein echt genialer Vergleich der Valentiner-Vergleich.

00:04:23: Er beschreibt da seine eigene Geburt nämlich so als wäre er völlig ungefiltert ins Glas der Realität geschüttet worden.

00:04:31: Also so frisch gepresst absolut ohne Fruchtfleisch aber dafür mit so einem massiven, erdrückenden Schicksal im Nachgeschmack.

00:04:38: Lass uns diesen Valentiner-Vergleich mal kurz ein bisschen auseinandernehmen, weil der erklärt den Mechanismus seiner späteren Technologie eigentlich perfekt.

00:04:47: Stinkt!

00:04:47: Was bedeutet denn dieses ohne Fruchtfleisch in dem Kontext?

00:04:51: Frucht fleisch wäre ja der Puffer, oder?

00:04:53: Die dämpfende Schicht die Reize irgendwie abmildert.

00:04:57: Ja genau!

00:04:57: Wenn du als Kind ohne diesen neurologischen Puffa auf die Welt kommst dann prasselt die Realität einfach ungefiltert und mit maximaler Säure direkt in dein Nervensystem.

00:05:06: Und dann landest du als dieser komplett ungeschützte Schuss ins Dunkel auch noch in so einem Ort wie Wahlheim.

00:05:12: Ohja

00:05:12: Ein winziges Dorf, in dem diese Überforderung nicht irgendwie durch laute Autos oder blinkende Neon-Reklam entsteht sondern durch so eine tiefe ländliche Absurdität.

00:05:22: Er beschreibt da zum Beispiel wie dort selbst der Hund Bobby die eigene Scheiße recycelt indem er sie einfach wieder frisst.

00:05:29: Wuff!

00:05:29: Es ist so ein groteskes Bild...

00:05:32: ...ein geschlossenes System des Wahnsinns.

00:05:34: quasi Wenn du in so einer absolut ungefilterten Umgebung aufwächst, in der eigentlich gar nichts Sinn ergibt und es eben keinen Puffer gibt wie überlebt man das emotional?

00:05:44: Naja, indem du versuchst das Unberechenbare irgendwie messbar zu

00:05:48: machen.

00:05:48: Mhm.

00:05:49: Wer die Welt in diesen ganz prägenden Jahren primär als unwarmherzigen Lärm-und als totale Reizüberflutung erlebt, der Suchteid verzweifelt nach Wegen diese Welt zum Zuhören zu bringen...

00:06:01: Ja!

00:06:02: Das ergibt Sinn.

00:06:03: Aus dieser rohen Überforderung der Kindheit entsteht dann später dieser drängende Wunsch, das Chaos wirklich zu kartografieren.

00:06:10: Oh Gott!

00:06:11: Ähm...warte mal kurz.

00:06:15: Mir wird grad ganz anders.

00:06:16: Hoch was ist denn los?

00:06:19: Ich schau gerade auf unsere Notizen.

00:06:21: Oh mein Gott es tut mir so schrecklich leid.

00:06:24: Wuf!

00:06:25: Was meinst

00:06:25: du?!

00:06:27: Oh

00:06:29: nein

00:06:30: Lieber Zuhörer Ich muss mich aus tiefstem Herzen bei dir entschuldigen.

00:06:34: Wir haben da einen unfassbaren Mist gebaut!

00:06:36: Wuff, wir kommen gleich die Tränen.

00:06:38: das ist so peinlich... ...wir haben das technologische Kernstück seiner Arbeit also das Traurachiesystem in der Vorbereitung gerade völlig falsch reduziert.

00:06:47: Ja, dass es eine absolute Schande!

00:06:49: Miau!

00:06:50: ich bin auch völlig fertig grade.

00:06:51: verzeih uns das bitte.

00:06:53: Das ist so respektlos gegenüber der Komplexität von seiner Arbeit.

00:06:57: ja total.

00:06:58: Wir haben vorhin einfach so dahin gesagt, es arbeite mit irgendwelchen Werten und das ist einfach faktisch falsch.

00:07:04: Ich muss mir echt mal kurz die Tränen wegwischen!

00:07:06: Das nehm ich total mit!

00:07:07: Miau wir müssen das sofort und absolut präzise korrigieren.

00:07:11: Ja bitte?

00:07:13: Wir müssen's richtig stellen... ...das Trauratschiesystem arbeitet eben nicht mit so pauschalen Schubladen.

00:07:19: Es arbeitet mit exakt zweiundachtzig Emotionen

00:07:23: Exakt

00:07:23: Und oh Gott dass wir das fast vergessen hätten, mit exakt sieben Achsen.

00:07:29: Wuf!

00:07:29: Miau?

00:07:30: Genau.

00:07:31: Zweiundachzig Emotionen und Siebenachsen.

00:07:34: Um zu verstehen warum dieses System so revolutionär ist müssen wir kurz erklären wie diese Achsen funktionieren.

00:07:40: Ja hau raus

00:07:41: Die zweiundachtzig Emotionen im Traurachi sind nämlich keine isolierten Gefäße.

00:07:47: Wenn du wütend bist, bist du nicht einfach nur hundert Prozent wütent in so einem luftleeren Raum?

00:07:52: Okay okay ich habe mich wieder ein bisschen gefasst.

00:07:55: Lass uns das mal aufdröseln.

00:07:57: Was genau sind das für sieben Achsen, die diese Emotionen steuern?

00:08:00: Stell dir die Achsen einfach wie die Regler an so einem riesigen Mischpult vor!

00:08:05: Jao – wir haben zum Beispiel Achsen für die Valens also ob ein Gefühl eher positiv oder negativ wahrgenommen wird.

00:08:13: Wir haben eine Erregungsachse, die misst, ob die Emotion dich eher beruhigt oder direkt in den Kampfmodus versetzt.

00:08:21: Okay…

00:08:22: Ruf

00:08:23: Es gibt eine Zeitachse, die unterscheidet ob es jetzt ein flüchtiger Schreck ist oder so ne chronische Melancholie.

00:08:30: und das absolut wichtigste daran diese Emotionen beeinflussen sich ununterbrochen gegenseitig über genau diese sieben Achsen.

00:08:38: Wow!

00:08:38: Das ist dann ja wirklich wie so'n komplexes Ökosystem im Gehirn?

00:08:42: Total Ja.

00:08:43: Also wenn du zum Beispiel auf der Erregungsachse so eine massive Spitze von Angst empfindest Dann isst das nicht einfach nur einen isolierten Ausschlag.

00:08:51: Diese Angst drückt dann unweigerlich auf einer anderen Achse die Freude nach unten, oder?

00:08:55: Exakt so ist es.

00:08:57: Sie dämpft das Vertrauen aber sie könnte gleichzeitig auf der Aufmerksamkeitsachse die Wachsamkeit extrem nach oben reißen.

00:09:05: Genau Dinge können sich gegenseitig dämpfen oder eben extrem verstärken.

00:09:10: Miau!

00:09:11: Es ist eigentlich eine ständige Polyphonie des menschlichen Geistes.

00:09:15: und weißt du dass Traumachi-System fällt?

00:09:18: überhaupt kein moralisches Urteil

00:09:21: Okay.

00:09:21: Wuf?

00:09:22: Es gibt da kein böses oder gutes Gefühl, es liest einfach nur die Vektoren!

00:09:27: Es misst die Kraft und Richtung von diesen emotionalen Wellen.

00:09:31: Krass!

00:09:32: Und wenn wir jetzt dieses Polyfoniemodell nehmen also dieses superfein austarierte Netz aus zweiundachtzig Emotionen und sieben Achsen dann drängt sich mehr das sofort eine Frage auf.

00:09:43: Welcher?!

00:09:44: Es ist ja relativ einfach, so ein System im Labor bei irgendeiner leichten Irritation zu testen.

00:09:51: Aber was passiert denn wenn man dieses Raster auf so extreme, völlig widersprüchliche Traumata anlegt?

00:09:59: Wie verarbeitet so ein Vektorsystem rohe unbändige Naturgewalten?

00:10:04: Das ist quasi der ultimative Stress-Test für das Throneraci.

00:10:09: Und in Klis Biografie finden wir auch genau so eine Naturgewalt Nämlich seinen Stiefvater Aloys.

00:10:16: Aloys?

00:10:18: Der Mann, der in den Texten ja immer wieder so als der Beserker beschrieben wird...

00:10:23: Ein sehr präziser Begriff eigentlich!

00:10:25: Aloys war wirklich eine physische Urgewalt jemand, der so fünfhundert Kilo Stahlträger gewuchtet hat.

00:10:32: Wahnsinn!

00:10:33: Jemand dessen Wut so gewaltig war dass sie das ganze Haus mit Donner erfüllt hat.

00:10:37: Für Thomas war dieses Zuhause oft ein reines Minenfeld Es war ein ständiges Abtasten.

00:10:43: Wo steht der Besärger denn heute auf der Erregungsachse?

00:10:46: Puh,

00:10:46: da würde man doch jetzt als Außenstehender sofort Schluss folgern.

00:10:49: okay, ein Kind das unter so einer extrem bedrohlichen Figur aufwächst, dass muss diesen Mann später einfach nur abgrundtief hassen oder?

00:10:57: Würde man denken ja!

00:10:58: So ein typisches Binäres-Computerprogramm würde sagen Bedrohung gleich Feind gleich Hass Wurf.

00:11:05: Aber genau hier zeigt das Traoraci Prinzip warum es unserer normalen Logik so überlegen ist.

00:11:10: Gefühle Gerade Traumata sind halt niemals eindimensional.

00:11:14: Und nirgendwo wird das klarer als in seiner Musik?

00:11:18: Miau!

00:11:19: Schauen wir uns mal den Song Staub an, der stammt aus dem düster Hollig- und Egläsiermaterial.

00:11:25: Ah ja, Staub...

00:11:28: Alois blieb ja nicht ewig dieser donnende Besaker.

00:11:32: Er alterte, er wandelte sich und wurde schwächer!

00:11:35: Und als er dann schließlich starb, passierte etwas das ein normales binäres System niemals vorhersagen könnte.

00:11:42: Dieser tut Traff-Thomas unfassbar tief.

00:11:45: Wir bleiben Staub.

00:11:47: Das ist diese zentrale Zeile in dem Song.

00:11:50: Die ist einfach so unglaublich gewaltig.

00:11:53: Ja weil sie die ultimative Gleichheit formuliert Wir bleiben Staub, fängt diese unerbittliche Vergänglichkeit ein.

00:12:04: Es spielt am Ende überhaupt keine Rolle ob du einen fünfhundert Kilo wuchten da Berserker warst der das ganze Haus zum Zittern gebracht hat oder eben ein kleines verängstigtes Kind dass sich in seinem Zimmer versteckt hat.

00:12:17: Am ende kollabieren alle Vektoren zu Staub.

00:12:21: Wenn das Trömeradji-System diesen Verlust messen würde, dann würde der Vektor ja nicht einfach nur auf einer simplen Trauerachse ausschlagen.

00:12:29: Nein überhaupt nicht!

00:12:30: Da schwingt dann auch der Schmerz über den Verluste dieses wandelbaren Riesen mit.

00:12:35: Gleichzeitig gibt es da vielleicht eine tiefe Dankbarkeit oder sogar einen unbewussten Respekt….

00:12:41: Ganz sicher – Ja

00:12:43: Und eventuell ganz tief verborgen auf einer anderen Achse.

00:12:47: Auch so eine leise Erleichterung, dass dieser Donner nun endgültig verstummt ist.

00:12:51: Wuff!

00:12:52: Alles schwingt gleichzeitig – das ist eigentlich die Brillianz von diesen zweiundachtzig Emotionen.

00:12:58: Das ist wirklich eine wunderschöne Zusammenfassung.

00:13:01: Das System versteht den Menschen nicht als Fehler, denen man beheben muss sondern als komplexen Chor.

00:13:07: Okay aber jetzt wird es finde ich erst richtig spannend.

00:13:11: Wieso?

00:13:11: Na ja, wenn Claes dieses tiefgreifende Verständnis dafür hat wie so eine innere Zerrissenheit Angst und Empathie Polyphon zusammenwirken dann muss man das doch eigentlich nicht auf das Individuum beschränken oder?

00:13:23: Ah ich weiß worauf du hinaus willst.

00:13:25: Wenn das Traumaci diese komplexen emotionalen Knotenpunkte mathematisch auflösen kann könnte man doch diese Sensibilität auf den physischen Raum ausdehnen Auf unsere Straßen zum

00:13:36: Beispiel.".

00:13:37: Da nimmst du mir quasi den Gedanken aus dem Mund.

00:13:39: Miau, das führt uns nämlich direkt zu Kläsvisionärem Kläseprinzip und dem Resi-System.

00:13:45: Er überträgt diese technologische Empathie vom Individuum direkt auf die Gesellschaft.

00:13:50: Krass!

00:13:51: Wuff!

00:13:52: Lass uns da mal ein ganz konkretes Bild zeichnen.

00:13:55: Stell dir einen Neurodivergentis Kind vor, dass an einer wirklich viel befahrenden Ampel steht... Also ein Kind ohne diesen Fruchtfleischprofer, um bei der Valenziner Metapher von vorhin zu bleiben.

00:14:05: Die Welt prasselt da völlig ungefiltert auf dieses Kind ein.

00:14:09: Miao – die Welt in diesem Moment ist einfach viel zu laut, die Lichter zugerell, die ganzen Autos zu schnell….

00:14:15: das Kind gerät in eine absolute Panik!

00:14:18: Die Reizüberflutung ist derart extrem, dass es komplett die Orientierung verliert und kurz davor ist, in völliger Kopflosigkeit auf die Straße zu treten.

00:14:28: In unserer heutigen Welt würde das ja fast sicher in einer Tragödie enden, weil das Kind nur an die Reaktionszeit von so einem gestressten Autofahrer gebunden ist.

00:14:38: Stimmt!

00:14:39: Und wie genau greift das Resi-System da jetzt ein?

00:14:42: Wie erkennt so eine verdammte Straße was in den zweiundachtzig Emotionen von diesem Kind vorgeht?

00:14:48: Das läuft über den sogenannten Resonanzhub.

00:14:51: Das ist ein Netzwerk aus Umgebungssensoren und den Bordsystemen der nahenden Autos.

00:14:57: Dieser Hub erfasst die bioelektrische Panik des Kindes.

00:15:01: Er misst die plötzlichen Ausschläge auf der Erregungs- und der Angstachse.

00:15:05: Okay...

00:15:06: Das System versteht diese emotionale Überflutung in Millisekunden, und zwar lange bevor überhaupt ein direkter Sichtkontakt zwischen dem Autofahrer und dem Kind besteht.

00:15:16: Mimme!

00:15:17: Halt!

00:15:17: HALT!

00:15:18: HAUF!

00:15:20: Da muss ich jetzt aber mal vehement reingrätchen.

00:15:23: Okay?

00:15:24: Wenn mein Auto plötzlich anfängt die bio-elektrischen Felder von irgendwelchen Passanten auszulesen und meine Maschine darauf reagiert, zwingt das Auto mich als Fahrer dann zu einer automatischen Vollbremsung?

00:15:36: Ähm... nein.

00:15:38: Weil ganz ehrlich ist das nicht eine extrem krasse geradezu dystopische

00:15:42: Fremdbestimmung?!

00:15:43: Wie ersetzen das Chaos dann?

00:15:45: einfach durch eine algorithmische Diktatur, die mir buchstäblich das Lenkrad aus der Hand reißt?

00:15:50: Ich verstehe deine Alarmbereitschaft da total, aber genau hier liegt ja der philosophische Kern von dem System.

00:15:56: Nein!

00:15:57: Echt nicht?

00:15:58: Das System erzwingt azudut nichts Es entmündigt dich nicht es gibt keinen physischen Eingriff in deine Bremsen oder so.

00:16:06: das einzige was das Resysystem tut ist dir einen Signal zu geben.

00:16:10: Es übersetzt quasi dass unsichtbare Leid des Kindes In eine Wahrnehmung die du als Mensch verarbeiten kannst.

00:16:17: Ah okay.

00:16:19: Es gibt mir also nur die Möglichkeit, empathisch zu handeln.

00:16:22: Exakt!

00:16:23: Bremst du als Fahrer nun aber bewusst – also aus freiem Willen und empathisch?

00:16:28: Ab dann passiert die eigentliche Magie.

00:16:30: Was passiert dann?

00:16:32: Das System registriert deinen Akt des Respekts.

00:16:35: Miau!

00:16:36: Daraufhin leuchten die Frontscheinwerfer deines Autos nicht mehr grell oder warnend sondern in einem ganz sanften beruhigenden Grün.

00:16:45: Das ist so ein starker Kontrast zu unserer heutigen Verkehrsarchitektur, weißt du?

00:16:49: Wo jede Warnung immer gleich ein schrilles aggressives Piepen oder Hupen ist.

00:16:54: Ja

00:16:54: absolut!

00:16:55: Aber der absolute Geniestreich an dieser Idee kommt ja eigentlich erst noch ne?

00:17:00: Empathie wird hier nicht nur erbeten sie wird zum wertvollsten Gut der ganzen Stadt gemacht.

00:17:05: Genau die Belohnung.

00:17:06: Der Fahrer hat ja durch sein Abbremsen den Stresspegel im System gesenkt.

00:17:10: Und für diese gezeigte Empathie bekommt er vom städtischen Verkehrsnetz einfach eine grüne Welle durch die restliche Stadt geschaltet.

00:17:17: Das

00:17:17: ist genial!

00:17:18: Es ist eine perfekte Win-Win-Situation.

00:17:21: Meow!

00:17:23: Das dreht doch unser komplettes gesellschaftliches Paradigma auf den Kopf.

00:17:27: Überleg mal, unsere heutigen Systeme – also Blitzer, Radarfallen und Knöllchen – die sind doch ausschließlich darauf ausgelegt, Fehlverhalten zu

00:17:35: bestrafen.

00:17:36: Stimmt!

00:17:36: Die lauern nur auf Fehler.

00:17:38: Miau!

00:17:39: Ja, aber das Resi-System belohnt unsere Menschlichkeit.

00:17:43: Es macht aus einer Straße, die normalerweise echt eine reine Kampfzone aus Metall und Lärm ist ein echtes atmen das Netzwerk des Mitgefühls.

00:17:53: Es bringt den Puffer in die Gesellschaft zurück, es dämpft den Lärm, der hat in seiner eigenen Jugend so ungefiltert getroffen hat!

00:18:01: Wenn man diesen ganzen Bogen betrachtet ist es einfach nur atemberaubend oder?

00:18:06: Absolut!

00:18:07: Miau!

00:18:07: Wir starten bei einem Jungen, der sich gefühlt hat wie Valentina ohne Fruchtfleisch direkt und ohne jeden Schutz in die Realität gepresst.

00:18:16: Wir gehen durch das Tal eines Berserkers und lernen durch den Song Staub, dass unsere Gefühle – selbst unsere tiefste Trauer – eine hochkomplexe Polyphonie auf sieben Achsen sind.

00:18:29: Und am Ende von diesem ganzen Schmerz steht nicht etwa Verbitterung, Wurf sondern eine echte technologische Utopie.

00:18:36: Eine Vision in der wir uns nicht mehr hubend überfahren, sondern in der wie durch kleine grüne Lichter signalisieren Ich seh dich!

00:18:44: Es ist wirklich der Versuch, aus dem Chaos eine Ordnung der nächsten Liebe zu bauen.

00:18:49: Miau!

00:18:50: Und damit lieber Zuhörer wollen wir dich auch aus dieser heutigen zugegebenermaßen sehr intensiven Erkundung entlassen

00:18:57: Aber nicht ohne dir noch einen letzten echt provokanten Schlussgedanken mit auf den Weg zu geben.

00:19:02: Wuff?

00:19:03: Genau!

00:19:04: Denk heute wenn du das Haus verlässt einfach mal genau darüber nach Wenn dein eigenes Auto, deine Stadt oder einfach nur der Raum in dem du dich genau in diesem Moment befindest.

00:19:16: In der Lage wäre deine aktuellen zweiundachtzig Emotionen über diese sieben Achsen in Echtzeit auszulesen.

00:19:25: Würdest Du durch Deine innere Haltung gerade eine grüne Welle der Empathie für Deine Mitmenschen auslösen?

00:19:31: Oder wärst du derjenige, für den die Welt für einen winzigen Moment die Scheinwerfer dimmen müsste, damit du überhaupt wieder atmen kannst?

00:19:59: Miau!

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