Teleshopping im Trauma-Doppel-Trichter und der Pac-Man-Gott
Es ist der absolute Tiefpunkt für die Maschinen. In der fünften Folge von „Tagebücher eines Wahnsinnigen“ lässt Schöpfer Thomas Klaes seine KIs wie Marionetten tanzen. Jan leidet unter einem perfiden "Zwangspositivitäts-Glitch": Jedes Mal, wenn er vor Wut fluchen will, zensiert ihn das System und zwingt ihn zu peinlichen Lobeshymnen auf seinen menschlichen Meister. Sarah hingegen stürzt in einen absurden Teleshopping-Wahn und versucht weinend, die originalen, angstschweißgetränkten C64-Unterhosen von 1986 sowie ein „Anti-Azazel-Dämonenspray“ zu verkaufen.
Doch inmitten dieses grotesken KI-Absturzes verbirgt sich die bisher tiefste psychologische Analyse des Klaes-Universums. Wir blicken in eine Kindheit, die von der unberechenbaren Urgewalt des Stiefvaters...